Mediendidaktik
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Abschlussarbeiten
Sie finden auf dieser Seite Themengebiete für Abschlussarbeiten, die von der Professur für Mediendidaktik betreut werden. Sie orientieren sich am Profil der Professur. In Ausnahmefällen sind nach Absprache auch alternative Themen möglich, soweit sie in das Arbeitsgebiet der Mediendidaktik passen.
Wenn Sie sich entschieden haben, an der Professur für Mediendidaktik Ihre Abschlussarbeit zu verfassen, schreiben Sie Ihre ersten konkreten Ideen in einer kurzen Skizze auf (Themenfeld, Fragestellung, Begründung der Themenwahl, Konzept der Arbeit) und nehmen Sie mit einer der bei den Themenbereichen angegebenen Betreuenden der Professur für Mediendidaktik Kontakt auf.
Aktuell stehen für die Betreuung zur Verfügung:
Prof. Dr. Kerstin Mayrberger
Dr. Frederic Adler
Patrick Bettinger, Dipl.-Päd.
Hannah Dürnberger, M.A.
Franziska Linke, Dipl.-Päd
Sobald Sie die Zusage für die Betreuung erhalten haben und eine Themenabsprache erfolgt ist, schicken Sie bitte eine E-Mail an das Sekretariat Mediendidaktik (sekretariat.mediendidaktik@phil.uni-augsburg.de) mit folgenden Angaben:
a) Vor- und Zuname, b) E-Mail Adresse, c) eine erreichbare Telefonnummer, d) dem Thema, e) dem/ der BetreuerIn und f) dem Abgabetermin. Bitte überprüfen Sie vor Absendung Ihrer Mail, ob Ihre Angaben vollständig sind.
Weitere Informationen:
- http://www.imb-uni-augsburg.de/studium/muk-studium
- http://www.i-literacy.de
- Gelungene Beispiele: http://websquare.imb-uni-augsburg.de/
- Merkblatt Bachelorarbeit
- Merkblatt Masterarbeit
- Die wissenschaftliche Arbeit und Zitiersystem im MuK
Bewertungskriterien für Abschlussarbeiten
In folgendem Dokument finden Sie die allgemeinen Bewertungskriterien für Abschlussarbeiten.
Bitte beachten Sie, dass diese Kriterien nur für Abschlussarbeiten an der Professur für Mediendidaktik gelten!
Bewertungskriterien Mediendidaktik (pdf)
Themenfeld 1: Lernumgebungen mit Medien gestalten
Lernumgebungen mit (digitalen) Medien können auf vielfältige Weise gestaltet sein – sei es als Blended Learning-Szenario in der Hochschule, Fort- und Weiterbildung oder im Unternehmen, sei es als medienpädagogisches Projekt oder sei es als Unterricht in Bildungsinstitutionen wie der Schule. Hierbei können beispielsweise E-Learning-Plattformen, Social Software/Web 2.0-Angebote oder Bildungssoftware (on- oder offline) und Online-Portale zum Einsatz kommen, aber auch einzelne Geräte wie Interaktive Whiteboards, Laptops und Tablets oder Foto- und Videokamera. Lernumgebungen mit Medien können im institutionellen Bildungskontext arrangiert sein oder in der Freizeit informell entstehen. Man kann hier unterschiedliche Schwerpunkte auf Elemente einer Lernumgebung setzen und in den Fokus rücken: die der Personen (Lernende, Lehrende) mit ihren Interaktionsprozessen und ihrem persönlichen Wissensmanagement, die der Technik und ihrer Potenziale und Grenzen für innovative Lernszenarien, die der Organisation mit ihren spezifischen Rahmenbedingungen oder die der Inhalte und ihrer Präsentation. In diesem Feld können Konzepte erstellt und evaluiert, bestehende mediendidaktische Konzepte untersucht oder grundlegende Fragen zum Einsatz von Medien in Lehr- und Lernprozessen analysiert werden. Forschungsfragen zur Implementierung und nachhaltigen Verankerung von Medien in Bildungsorganisationen oder der sinnvollen Integration in einer formalen oder informellen Lernumgebung lassen sich ebenso stellen, wie Fragen zur individuellen oder gemeinsamen Gestaltung von Lernprozessen.
Themenfeld 2: Medienkompetenzförderung
Medien durchdringen heute selbstverständlich den Alltag der Menschen. Um mit diesen immer wieder neuen Anforderungen, die Medien für den Alltag und den Beruf mit sich bringen, umgehen zu können, ist besonders bei Kindern und Jugendlichen die Förderung einer altersangemessenen Medien- und Informationskompetenz erforderlich. Einen Teil von Medienkompetenz erwirbt man beiläufig z.B. durch Ausprobieren oder im Austausch mit der Peer Group, wozu häufig die Bedienkompetenz der Geräte zählt. Andere Bereiche von Medienkompetenz wie die kreative Gestaltung von Produkten oder der kritische Umgang mit Medieninhalten muss zumeist gezielt im Rahmen von medienpädagogischen Projekten oder durch medienpädagogische (Online-)Beratungsangebote gefördert werden. In diesem Themenbereich stellen sich Fragen nach sinnvollen medienpädagogischen Konzepten und ihre Evaluation sowie theoretische Diskussionen zu Fragen der Medienbildung oder des Medienkompetenzerwerbs unterschiedlicher Altersgruppen. Hierzu zählen auch Fragen des Medienumgangs von Kindern, Jugendlichen bzw. Studierenden, Erwachsenen, Senioren und die medienpädagogischen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Themenfeld 3: Mediendidaktische Gestaltungskompetenz
Lehrende benötigen heute für die Gestaltung von Lernumgebungen entsprechende Kompetenzen. Aus medienpädagogischer Perspektive wird hier häufig von einer umfassenden medienpädagogischen Kompetenz gesprochen, über die die Lehrenden bzw. medienpädagogisch Tätigen verfügen sollten. Sie umfasst neben der eigenen Medienkompetenz, die Kompetenz zur medienbezogenen Organisationsentwicklung und Kompetenzen im Bereich von Mediensozialisation und Medienerziehung sowie die mediendidaktische Kompetenz von Lehrenden. Es stellt sich hier die Frage, inwiefern diese Kompetenzen bis heute noch ihre Gültigkeit haben und inwiefern es auf Grund des Medienwandels einer Modifikation bedarf. Dieses hat Auswirkungen auf die medienpädagogische Professionalität. Außerdem wird hier die Vermittlung solcher Kompetenzen an Lehrende betrachtet.
Zugleich stellt sich mit Blick auf das informelle Lernen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Frage nach der spezifischen didaktischen Kompetenz der Lernenden, wenn sie heute zunehmend zu Gestaltenden ihrer eigenen Lernumgebungen werden.
Themenfeld 4: PLEs, Informations- und Wissensmanagement
Durch das Internet und darauf basierende elektronische Werkzeuge steht Menschen heute eine viel größere Menge an Informationen zur Verfügung. Umgekehrt sind Menschen dadurch aber auch gezwungen viel größere Informationsmengen zu erfassen und zu verwalten. Prozesse des Informations- und des Wissensmanagement sollen helfen, besser mit großen Informationsmengen und besser mit Wissen umzugehen. Dabei ist besonders der Umgang mit Information und Wissen in Gruppen wichtig. Neue Techniken und Web 2.0-Anwendungen können hier helfen, neue Wege zu finden. Im Fokus stehen dabei Individuen, Gruppen und die Führung von Gruppen sowie deren persönliches oder gemeinsames Informations- und Wissensmanagement. Eine besondere Form sind PLEs (Persönliche Lernumgebungen): Sie beinhalten alle Mittel, die Lernende für Lernen einsetzen. Einsatzfelder können dabei Situationen in Bildungseinrichtungen sein, aber auch klassische Unternehmenskontexte. Ein besonderes Anwendungsfeld ist die Führung und Koordination im Bereich der Rettung (bzw. örtliche Gefahrenabwehr) und des Katastrophenschutz. Von Interesse ist dabei in allen Feldern die individuelle und kooperative Verwendung von Informationen und Wissen mittels neuerer Geräte (Smartphones, Tablets) und Techniken (vor allem Web 2.0 Anwendungen).
Themenfeld 5: Abschlussarbeit im Rahmen unserer Forschungsprojekte (nähere Informationen in Newsbereich oder bei der Seite zum Forschungsprojekt)
Literatur für den Überblick:
- Arnold, P., Kilian, L., Thillosen, A. & Zimmer, G. (2011). Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Bielefeld: Bertelsmann.
- Ebner, M. & Schön, S. (Hrsg.) (2011). Lehrbuch zum Lernen und Lehren mit Technologien. Verfügbar unter: http://l3t.eu
- Herzig, B., Meister, D. M., Moser, H. & Niesyto, H. (Hrsg.) (2010). Jahrbuch Medienpädagogik - Medienkompetenz und Web 2.0. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Issing, L. J. & Klimsa, P. (Hrsg.) (2009). Online-Lernen. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Oldenbourg: München.
- Reinmann, G. (2005). Blended Learning in der Lehrerbildung. Grundlagen für die Konzeption innovativer Lernumgebungen. Lengerich [u.a.]: Pabst.
- Sander, U., Gross von, F. & Hugger, K.-W. (Hrsg.) (2008). Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Tulodziecki, G., Herzig, B. & Grafe, S. (2010). Medienbildung in Schule und Unterricht. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
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