Selbstorganisation im Netz – Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen


Publication Type  Arbeitsbericht
Jahr der Veröffentlichung  2008
Autoren  Gabi Reinmann
Number  18
Verleger  Universität Augsburg
Ort der Veröffentlichung  Augsburg
Herausgeber  imb - Institut für Medien und Bildungstechnologie
Schlüsselwörter  Selbstorganisation; Web 2.0; Freiheit des Willens; Selbstbestimmung
Abstract  

When we talk about “self organization on the web” there is little reflection on the implicit presumptions which underlie discussions and recommendations for self-organized learning in Web 2.0. This article elaborates on three of these premises, namely: (a) It is largely clear what self-organization means. (b) Self-organization is possible for anybody anytime. (c) Self-organization is generally desired. The point is not to dismiss self-organized learning on the interactive web or to argue against the boom of self-organization in the public discourse per se. But there are reasons for advocating more transparency and some thoughtfulness.

Zusammenfassung  

Wenn von „Selbstorganisation im Netz“ die Rede ist, wird selten reflektiert, mit welchen impliziten Annahmen diverse Diskussionen und Empfehlungen zum selbstorganisierten Lernen im Web 2.0 verbunden sind. In diesem Beitrag werden drei dieser Prämissen herausgearbeitet, nämlich: (a) Es ist weitgehend klar, was mit Selbstorganisation gemeint ist. (b) Selbstorganisation ist jedem jederzeit möglich. (c) Selbstorganisation ist allseitig erwünscht. Dabei geht es nicht darum, selbstorganisiertes Lernen im interaktiven Web abzulehnen oder sich gegen den Selbstorganisationsboom in der öffentlichen Diskussion an sich auszusprechen. Vielmehr gibt es gute Gründe, um für mehr Transparenz und etwas Nachdenklichkeit zu plädieren.

Zitation  1784
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